GartentherapeutIn


für Fachpersonal und Interessierte

Gartentherapie oder Grün macht gesund
Aus-/Fortbildung: Fachkraft für Gartentherapie

Gartentherapie (oder Nutzung eines Therapiegartens/Snoezel-Gartens) ist ein von einer Gartentherapeutin oder einem Gartentherapeuten gesteuertes Geschehen, in dem Pflanzen und Gartenaktivitäten dazu verwendet werden, das psychische und körperliche Wohlbefinden von Menschen zu stärken. Soziale, motorische und affektive Kompetenzen können so bei Klienten, Bewohnern oder Patienten gestärkt, gesteigert oder gefördert werden.

Oft wiederholen sich bestimmte Abläufe, wie z. B. beim Säen oder Umtopfen. Gleichzeitig riecht es “gesund”, man konzentriert sich, alle Sinne verschärfen sich … das ist “Grüne Meditation”.  Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: Die Teilnehmenden kommen ins Gespräch, tauschen sich aus über eigene ehemalige (Schreber-) Gärten, geben Tipps und Erfahrungen weiter und so ganz nebenbei kann man essen, naschen oder im Gartenstuhl die “Arbeitenden” beobachten und sich entspannen.

 

Die “grüne Therapie” bzw. die Arbeit im und mit dem Garten beruhigt, lenkt ab, fördert die Konzentration, gibt Selbstbewusstsein und fördert ganz einfach auch motorische Fähigkeiten. Die Teilnehmenden können Stress abbauen, sich “erden”, ihrer Kreativität freien Lauf lassen – und genießen die Früchte ihrer Arbeit. Es ist nachgewiesen, dass der Blick ins Grüne Menschen schneller genesen lässt.

                                             

Die Gartentherapeutin/der Gartentherapeut vereint die Fertigkeiten vom Gärtnern mit dem Wissen von Pädagogen, Psychologen, Soziologen und Therapeuten.

Bei den zunehmenden Demenzerkrankungen kann man ebenso Erfolge erzielen, wie bei Sucht-, Schmerzpatienten oder Kindern.

Die zukünftige Arbeit von Gartentherapeuten bewegt sich von der Geronto-Psychiatrie, Altenpflege, Betreutem Wohnen, Pädiatrie, Erziehung, Schule, Neurologie, Mutter-Kind-Heime, Kurkliniken, Arbeitstherapie über die private Hilfe bis hin zur Selbstständigkeit.

                                                

Fort-/Ausbildung

Fachübergreifendes Wissen und Fertigkeiten sollen erworben werden, um das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Teilnehmenden zu verbessern sowie körperliche, seelische oder geistige Beschwerden zu lindern.

Die Aus-/Fortbildung ist in einen theoretischen und praktischen Ablauf gegliedert und ergänzt sich innerhalb der einzelnen Module. Es werden Zusammenhänge zwischen gärtnerisch-botanischen, sozio-psychologischen, medizinischen und physiologischen Prozessen erläutert.

 

            

Weiterhin werden kreative Techniken eingesetzt, um diese zielgruppengerecht ein- und umsetzen zu können. Hier werden auch biografische Prägungen und Einflussfaktoren berücksichtigt.

(Beispiele: Bau eines Hochbeetes, Insektenhotels, Vogelvilla, Gartendeko etc.)

Zielgruppe

Die Fortbildung (60 U.-Std.+ 20 U.-Std. Hausaufgaben) richtet sich an Menschen, die bereits eine passende Vorbildung haben, z. B. Pädagogen, Lehrkräfte, Sozialpädagogen, Heilpädagogen, Heilpraktiker/HPA, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Alten- und Krankenpflegekräfte, Altenpflegehelfer/innen, Betreuungskräfte, Beschäftigungstherapeuten, Floristen, Gärtner/innen, Landfrauen und weitere artverwandte Berufe (mind. Hauptschulabschluss mit abgeschl. Berufsausbildung oder mind. Realschulabschluss).

Die Ausbildung (200 U.-Std.) richtet sich an Interessierte ohne Vorbildung (oder ohne Schulabschluss), die danach eine gartentherapeutische Arbeit mit Menschen anstreben oder sich selbstständig machen wollen oder bereits selbstständig sind und ein weiteres Standbein suchen.

Kosten

Gesamtausbildung:    1.700 *

Fortbildung:                  540 *

* inkl. Material und Unterlagen sowie Zertifikat

  jeweils ohne Übernachtung/Verpflegung.

Noch möglich:         Fernunterricht mit 3 Präsenzphasen (3 WE, Fr - So); Ausbildung:   890

                                 Fernunterricht mit 1 Präsenzphase (1 WE, Fr - So); Fortbildung:    350

                                 Voraussetzung: PC mit Internetanschluss (Software-Kenntnisse sollten

                                 ebenfalls vorhanden sein)

Beim Selbststudium im Fernunterricht sollten Sie mit ca. 10 – 15 Stunden monatlich an Arbeitszeit rechnen; letztendlich bestimmen Sie Ihr Tempo zuhause … bequem und einfach!